Bedeutung
Diese große Metaanalyse, veröffentlicht in JAMA Oncology, vergleicht systematisch die Wirksamkeit medikamentöser, psychologischer und bewegungsbasierter Interventionen bei tumorbedingter Fatigue (Cancer-Related Fatigue, CRF). Sie liefert eine der umfassendsten Evidenzgrundlagen für die Überlegenheit von Bewegung gegenüber pharmakologischen Ansätzen.
Inhalt
Mustian und Kolleg:innen schlossen 113 randomisierte kontrollierte Studien mit über 11.000 Teilnehmer:innen ein. Die Ergebnisse zeigten, dass Bewegung und psychologische Interventionen signifikant wirksamer waren als medikamentöse Therapien zur Reduktion von CRF. Insbesondere Bewegungsinterventionen – darunter auch Yoga – erzielten die stärksten Effekte sowohl während als auch nach der Krebsbehandlung.
Relevanz
Für Yoga-Lehrende und Therapeut:innen unterstreicht die Studie, dass körperliche Aktivität – einschließlich angepasster Yogapraxis – eine zentrale Rolle in der Fatigue-Bewältigung spielen kann. Die Ergebnisse stützen die Empfehlung, Bewegung als nicht-medikamentöse Erstlinienintervention bei tumorbedingter Erschöpfung einzusetzen.
Verknüpfungen
- Fatigue (Onkologie) – Glossareintrag zu tumorbedingter Erschöpfung.
- Yoga-Therapie – Glossareintrag zur therapeutischen Anwendung von Yoga.